Intelligente Gebäudeautomation ist ein zentraler Erfolgsfaktor für nachhaltiges und zukunftsorientiertes Bauen. Das Mehrfamilienhaus WG10 in Bremgarten BE zeigt beispielhaft, wie intelligente Gebäudeautomation, Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft erfolgreich kombiniert werden können. Das Projekt geht bewusst über klassische Smart-Home-Lösungen hinaus und verfolgt einen integralen Ansatz, bei dem Architektur, Gebäudetechnik und Energieflüsse systemisch aufeinander abgestimmt sind.
Im Zentrum steht eine leistungsfähige intelligente Gebäudeautomation, welche den Betrieb des gesamten Mehrfamilienhauses steuert. Ein zentraler Miniserver fungiert als Master innerhalb einer skalierbaren Master-Client-Struktur, während die einzelnen Wohneinheiten als Clients angebunden sind. Dieses Konzept ermöglicht eine effiziente zentrale Steuerung bei gleichzeitig dezentraler Datenspeicherung und hohem Datenschutz – ein wichtiger Aspekt moderner intelligenter Gebäudeautomation.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die intelligente Energieoptimierung. Durch den Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) wird lokal produzierter Solarstrom prioritätsgesteuert genutzt, gespeichert und verursachergerecht abgerechnet. Die intelligente Gebäudeautomation steuert dabei Speicher, Verbraucher und Eigenverbrauch in Echtzeit. Wärmepumpen, Ladestationen und weitere Verbraucher werden gezielt priorisiert, um Netzbelastungen zu reduzieren und die Energieeffizienz zu maximieren.
Das Projekt diente zugleich als Praxisbasis für die Diplomarbeit von Alex Bosshard, dipl. Gebäudeautomatiker HF. Seine Arbeit zeigt den messbaren Mehrwert intelligenter Gebäudeautomation: von innovativen Energielösungen über erhöhte Versorgungssicherheit bis hin zu nachhaltigen Kosteneinsparungen.
Das Projekt WG10 verdeutlicht klar: Intelligente Gebäudeautomation bildet die Grundlage für nachhaltiges, wirtschaftliches und zukunftsfähiges Wohnen.
Zum vollständigen Artikel in der Baubible Winter 25/26:
Intelligente Gebäudeautomation
