E-Profi besteht erfolgreich und auflagenfrei die Re-Zertifizierung des Lehrganges Elektroprojektleiter:in Installation und Sicherheit (BPE) durch den EIT.swiss. Auch die kommenden fünf Jahre werden in Eschenbach SG Elektriker:innen praxisnah zu Projektleiter:innen weitergebildet. Die Studierenden der Zertifizierungsklasse BPE-16 erhalten dabei vom Verbandsvertreter einen ungewöhnlich Tipp: „Unter dem Haag fressen.“
Zwischen der ersten Klasse BPE-01 und der aktuellen Klasse BPE-16 liegen fünf Jahre. Das erste Anerkennungsverfahren durch den Verband EIT.swiss wurde mit dem Schreiben vom 14. August 2020 erfolgreich abgeschlossen. Rund 200 BPE-Studierende und 15 Klassen später, steht Martin Steiger im Schulraum 204 in Eschenbach SG. Er beantwortet in der Q & A Session souverän die Fragen der Studierenden und betont dabei die Wichtigkeit des „Schlusssprints“:

„Der Schlusssprint, die drei Monate vor dem eidg. Prüfungsdatum sind für den Prüfungserfolg geprägt von Arbeiten, Essen, Schlafen und Lernen. Viel Anderes wird dabei keinen Platz haben.“
Eine kernige und ehrliche Ansage. Die Studierenden haben weitere Fragen. Eine Auswahl:
Wie sind die Prüfungsexpert:innen?
Prüfungsexpert:innen wollen und sollen herausfinden, was die Prüflinge können und wissen. Sie erwarten nicht Antworten, wie von einem Spezialisten mit Jahrzehnten an Berufserfahrung. Bei einer komplexen Fragestellung sollen die Prüflinge den passenden Ansatz finden, ihr Wissen vernetzen und anwenden.
Wie wird das Nachschlagen von Antworten in der Literatur bewertet?
Während dem Nachschlagen werden keine Fragen beantwortet und dadurch keine Punkte verteilt. Wichtig ist, dass in der Vorbereitung genau gelesen wird, was verlangt wird. Nur dann gibt es Punkte! Es sollen keine Annahmen getroffen und im Gespräch gut zugehört werden. Wenn etwas nicht verstanden wird, soll man nachfragen oder um das nächste Thema bitten.
Wie verläuft das Arbeiten am neuen Messmodell ?
Das Messepraktikum BPE soll früh absolviert werden. Eine Woche ist definitiv besser als die minimalen zwei Tage und der erstellte Bericht soll unbedingt von einem Experten geprüft werden.
Zum Abschluss erhalten die Studierenden noch einen letzten Tipp: „Unter dem Haag fressen.“ Will heissen, lernen, was auch auf der anderen Seite des Hausanschlusskastens läuft. Kaum ausgesprochen, liegt zur Demonstration das „Primärschutz-Relais“ auf dem Dozentenpult und es folgt eine spontane Schulung zu den Parallelen der Bauteile in den Netzebenen.
Ein spannender und informativer Re-Zertifizierungstag geht zu Ende. Alle Beteiligten gewinnen an Verständnis für die involvierten Rollen, Aufgaben und Herausforderungen. Herzlichen Dank an EIT.swiss und insbesondere dem mutigen Martin Steiger, welcher sich den Fragen der Studierenden stellte und dem engagierten Hansjörg Gantenbein für seinen Erfahrungsinput. Der nächste BPE-Re-Zertifizierungstag mit Schulbesuch findet 2030 statt.
